UNTERSUCHUNGSMETHODEN

Zur Diagnosestellung werden verschiedene Verfahren angewendet. Die wichtigsten Untersuchungsmethoden sind Blut- und Urinkontrollen zur Feststellung von Laborparametern, bildgebende Verfahren (Computertomographie [CT]/Magnetresonanztomographie [MRT]) sowie die Entnahme einer Knochenmarksprobe aus dem Beckenkamm.

Laborparameter

Der Arzt führt zur Diagnosestellung verschiedene Blut- oder Urinuntersuchungen durch. Ein niedriger Anteil an roten oder weißen Blutkörperchen kann ein Anzeichen für das Multiple Myelom sein. Ebenso können erhöhte Kalziumwerte im Blut ein Hinweis für vermehrten Knochenabbau sein, der durch die Krebserkrankung auftreten kann. Darüber hinaus werden das Blut und der Urin auf das Vorliegen von Paraproteinen (M-Proteinen) oder deren Teilstücken (den freien Leichtketten) untersucht, welche von den entarteten Plasmazellen produziert werden.

Bildgebende Verfahren

Zur Beurteilung der Knochen wird häufig ein Ganzkörper-CT durchgeführt. Hierbei werden Röntgenaufnahmen des gesamten Skeletts erstellt. Damit können Stellen aufgedeckt werden, an denen der Knochen abgebaut wird oder sich die Knochendichte verändert. In einer MRT-Aufnahme können Ärzte einen Befall des Knochenmarks und ggf. auch eine Ausweitung in Bereiche außerhalb der Knochen nachweisen.

Knochenmarksuntersuchungen

Mithilfe einer Knochenmarksuntersuchung kann der Anteil an Plasmazellen im Knochenmark ermittelt und das Multiple Myelom festgestellt bzw. ausgeschlossen werden. Dazu wird eine Probe des Knochenmarks entnommen (Knochenmarkpunktion). Meist erfolgt diese aus dem Beckenknochen. Anschließend wird das Knochenmark in einem Labor untersucht und die darin enthaltenden Zellen bestimmt. Beim Multiplen Myelom ist die Anzahl der Plasmazellen erhöht, welche normalerweise nur in geringer Menge im Knochenmark vorkommen.

Das Ziel dieser Untersuchungen ist festzustellen, ob tatsächlich ein Multiples Myelom vorliegt. Darüber hinaus kann jedoch auch festgestellt werden, wie weit fortgeschritten die Erkrankung ist und in welchem allgemeinen Zustand der Patient oder die Patientin sich befindet, um anschließend eine geeignete Behandlung starten zu können.

Letzte Aktualisierung: 07.03.2023