KRANKHEITSENTSTEHUNG

Bei Krebserkrankungen kommt es ganz allgemein zu einer unkontrollierten Teilung von Zellen eines Organs oder Gewebes. Bösartige Tumoren wachsen zunehmend auch in umliegendes Gewebe ein und zerstören es. Sie können in Blutbahnen und Lymphgefäße eindringen, mit dem Blut- und Lymphstrom in andere Organe gelangen und dort Tochtergeschwulste (Metastasen) bilden.

Prostatakrebs entsteht in zwei von drei Fällen in der äußeren Zone der Drüse, also weit entfernt von der Harnröhre. Deshalb wird der Tumor auch meist lange nicht bemerkt. Störungen beim Wasserlassen durch die Einengung der Harnröhre treten erst auf, wenn der Tumor bereits groß ist und sich ausgebreitet hat.

Mann mit beiger JackeWichtig ist die Unterscheidung des bösartigen Tumors von der gutartigen Vergrößerung der Prostata. Letztere verursacht ähnliche Beschwerden, etwa Probleme beim Wasserlassen, breitet sich aber im Gegensatz zu Krebs nicht über die Prostata hinaus aus. Ob es sich um eine gut- oder bösartige Prostataveränderung handelt, kann nur der Arzt feststellen. Für eine exakte Diagnose ist eine Gewebeentnahme aus der Prostata notwendig. Bevor der PSA-Wert im Blut ansteigt oder per Ultraschall ein Tumor erkennbar ist, kann die Untersuchung des Gewebes (Histologie) schon Zellen einer möglichen Krebsvorstufe von solchen einer gutartigen Prostatavergrößerung unterscheiden. Werden solche hochgradigen Gewebeveränderungen in der Prostata festgestellt, ist das Risiko, einen Krebs zu entwickeln, erhöht und es wird empfohlen, nach drei bis sechs Monaten erneut eine Gewebeprobe zu entnehmen, um den weiteren Verlauf der Veränderung zu beobachten. Denn für Prostatakrebs gilt: Je früher er diagnostiziert wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Letzte Aktualisierung: 03.05.2021