NACHSORGE

Lachender MannWird ein auf die Prostata begrenztes Karzinom durch eine Prostatektomie oder Strahlenbehandlung mit dem Ziel der Heilung behandelt, sollte nach Ende der Therapie innerhalb von zwölf Wochen eine erste Nachuntersuchung erfolgen, auch wenn keine Symptome bestehen. Diese und die weiteren regelmäßigen Nachuntersuchungen kontrollieren nicht nur den Therapieerfolg, sondern helfen auch, Spätschäden und Nebenwirkungen der Therapie behandeln zu können. Zudem kann so ein etwaiges Wiederauftreten des Krebses frühzeitig entdeckt und behandelt werden.

In den ersten zwei Jahren empfehlen die ärztlichen Leitlinien, diese Nachsorgeuntersuchung vierteljährlich zu wiederholen, im dritten und vierten Jahr nach Therapieende halbjährlich und ab dem fünften Jahr nach der Behandlung einmal jährlich. Zur Kontrolle des Behandlungserfolgs wird vorrangig der PSA-Wert im Blut bestimmt. Untersuchungen mithilfe der Magnetresonanztomografie, der Computertomographie oder Szintigraphie sind nach diesen Empfehlungen nicht notwendig, wenn die PSA-Wert-Bestimmung keinen Hinweis auf ein mögliches Wiederaufflammen der Krebserkrankung gibt und Sie keine Beschwerden haben.

Die Tastuntersuchung spielt in der Nachsorge nur eine Rolle, wenn der PSA-Wert nach Strahlenbehandlung wieder ansteigt, da sie erst viel später als die PSA-Wert-Bestimmung Hinweise auf einen erneuten Krankheitsausbruch gibt. Auch eine Gewebeentnahme aus der Prostata ist zur Nachsorge nicht zwingend erforderlich.

Steigt der PSA-Wert wieder an, ist dies ein Hinweis auf einen Rückfall (Rezidiv).

Letzte Aktualisierung: 03.05.2021