HORMONTHERAPIE BZW. HORMONENTZUGSTHERAPIE

Das männliche Sexualhormon Testosteron sorgt dafür, dass Prostatazellen schneller wachsen und sich vermehren, insbesondere Prostatakrebszellen. Sinkt der Testosteronspiegel, verlangsamt sich oft deren Wachstum, und nur noch wenige teilen sich. Ziel der Hormonentzugstherapie ist es, den Testosteronspiegel stark zu senken, damit die Krebszellen sich nicht mehr teilen. Das kann auf zwei Arten geschehen:

  • durch Gabe von Medikamenten;
  • durch eine operative Ausschälung der Hoden (plastische Orchiektomie).

Ein Hormonentzug hat Nebenwirkungen, die sich auch auf die Lebensqualität auswirken können. Dazu gehören Antriebsschwäche, Hitzewallungen, Osteoporose, Verlust des sexuellen Interesses (Libido) und der Potenz, Muskelabbau, Zunahme des Körperfetts sowie Blutarmut. Einige dieser Nebenwirkungen lassen sich gezielt behandeln.

Bei schlechtem Befinden des Patienten kann auch bei einem noch lokal begrenzten Prostatakrebs erwogen werden, statt einer Entfernung der Prostata oder einer Strahlenbehandlung mit dem Ziel der Heilung eine Hormontherapie zur Kontrolle des Tumorwachstums vorzunehmen. Die Hormontherapie kann auch mit einer Bestrahlung kombiniert werden.

Letzte Aktualisierung: 03.05.2021