BEHANDLUNG DES LOKAL BEGRENZTEN PROSTATAKARZINOMS

Hat sich der Verdacht auf ein Prostatakarzinom bestätigt, ist es wichtig, sich frühzeitig über Behandlungsmöglichkeiten, ihre Vor- und Nachteile und Alternativen zu informieren. Die Wahl der Behandlung hängt einerseits ab von der bisherigen Ausbreitung des Tumors und seiner Aggressivität. Der Arzt kann Ihnen anhand der Untersuchungsergebnisse erläutern, mit welchem Krankheitsverlauf in etwa zu rechnen ist und welche Behandlungsmöglichkeiten in dieser Situation zur Verfügung stehen. Die für Sie richtige Therapie muss aber auch persönliche Faktoren berücksichtigen, z. B. das Alter, Ihre Lebenssituation und Ihre Präferenzen, z.B. was Ihnen hinsichtlich Ihrer Lebensqualität wichtig ist.

Lassen Sie sich deshalb vom Arzt die Behandlungsmöglichkeiten genau erklären und fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben. Sie können sich während des Gesprächs Notizen machen, um nicht alles im Kopf behalten zu müssen. Es kann zudem hilfreich sein, einen vertrauten Menschen mit in das Gespräch zu nehmen, mit dem sie hinterher darüber sprechen können.

Treffen Sie die Entscheidung für die Behandlung mit ihrem Arzt in Ruhe. In der Regel wächst ein Prostatakrebs langsam. Es gibt also keinen Grund zu übertriebener Eile, außer wenn es sich um einen aggressiven Tumor handelt (Gleason-Score von 8 und mehr).

Haben Sie nach der Beratung weiterhin Zweifel oder offene Fragen, können Sie sich auch noch von einem anderen Arzt eine Zweitmeinung einholen. Dies ist Ihr gutes Recht als Patient.

Letzte Aktualisierung: 03.05.2021