PSA














GEWEBEPROBE

Haben die Tastuntersuchung und die PSA-Wert-Bestimmung einen Verdacht ergeben, kann mittels einer feingeweblichen Untersuchung mit hoher Sicherheit ein Prostatakarzinom ausgeschlossen oder bestätigt werden (siehe Abbildung).

Prostatabiopsie über den Enddarm

Hierzu ist die Gewinnung einer Gewebeprobe erforderlich. Die Gewebeentnahme erfolgt in der Regel ambulant und nur unter lokaler Betäubung. Die Proben – mindestens zwölf – werden über den Enddarm mit feinen Hohlnadeln entnommen. Dabei kontrolliert der Arzt die Probenentnahme mit Hilfe des transrektalen Ultraschalls (TRUS).

Die Methode gilt als risikoarm, und es kommt selten zu Komplikationen. Befürchtungen, dass Krebszellen dadurch verbreitet werden, ließen sich in Studien nicht bestätigen. Nach dem Eingriff spüren manche Männer ein Druckgefühl. Zudem kann vorübergehend Blut im Stuhl oder in der Samenflüssigkeit auftreten. Um eine Entzündung durch eingetragene Darmbakterien zu vermeiden, erhält der Patient einige Tage ein Antibiotikum. Tritt nach der Biopsie Fieber auf oder ist Blut länger als ein paar Tage im Urin oder in der Samenflüssigkeit sichtbar, sollte der Arzt informiert werden.

Das Ergebnis der anschließenden mikroskopischen Untersuchung der Gewebeproben durch den Pathologen liegt meist innerhalb weniger Tage vor.

Die Prostatastanzbiopsie wird nicht nur zur Diagnose eines Prostatakarzinoms eingesetzt, sondern auch als diagnostisches Mittel zur Verlaufskontrolle, wenn ein Karzinom nicht behandelt, sondern zunächst nur weiter beobachtet wird („Aktive Überwachung“).

Letzte Aktualisierung: 03.05.2021